Den Unterschied erkennen zwischen Wachbewusstsein und Traumbewusstsein

Der wache Zustand im Traum, sprich, wenn man alles wahrnimmt und alles real erscheint, dann spricht man von dem Wachbewusstsein. Gleitet man ab, sprich es geschehen Dinge, die einem zwar real vorkommen, es aber nicht sind und man schlummert zudem noch ein, dann befindet man sich im Traumbewusstsein. Dieser Traum geht meist dann verloren, kann nicht wieder aufgegriffen werden und es bleibt nur eine Erinnerung zurück.

 

Klingt immer noch zu kompliziert, werden Sie wohl nun sagen. Wie kann man selbst während dem Träumen erkennen, in welchem Zustand man sich befindet?

Daher sollte man sich vorher erst einmal mit dem Thema Schlaf an sich befassen.

 

Unterschied zwischen Wach- und Traumbewusstsein

 

Der Schlaf wird in viele unterschiedliche Schlafstadien unterteilt. Diese lassen sich leicht mit einem Hirnaktivitätsmuster mit Hilfe von Elektroden ableiten. So unterscheidet man vier unterschiedliche Schlafstadien. Begonnen wird von einem Wachzustand, welche oft die Betawellen >13,50 Hz bei <50 µV aufweisen. Dann geht es während dem Schlafen von Phase I bis IV, danach führt die Schlafkurve wieder rückwärts zurück. Solch ein Zyklus dauert zwischen 85 und 110 Minuten. Entweder es folgt danach ein weiterer Zyklus oder man erwacht.

 

Darum fällt es auch an manchen Tagen einen so schwer aufzuwachen und an anderen Tagen nicht. Es hängt immer davon ab, in welchem Zyklus man sich gerade befindet.

 

Je tiefer man schläft, umso langsamer sind auch die Frequenzen, jedoch umso größer die Amplitude der gemessenen Hirnwellen. Man kann also sagen, dass das Gehirn von einem Zustand hoher Aktivität und starker Neuronentätigkeit (Frequenz) langsam in eine Form der Trägheit über geht. Das bedeutet, dass die Neuronentätigkeit abnimmt. Schließt man die Augen  dann erzeugt dies Alphawellen von 8 bis 12 Hz. Diese Wellen ähneln den eines leichten Schlafes, wie beispielsweise bei einem kurzen Einnicken. Darauf folgen die Thetawellen von v4 bis 8 Hz im 1. Stadium. Geht man in das zweite Stadium über steigen die Thetawellen auf 8 bis 15 Hz an. So liegt ein Hinweis auf einen Schlaf vor. Im dritten Stadium des Schlafes wird es langsam ruhiger und die Hz liegen bei 2-4. Ab hier spricht man von einem Tiefschlaf. Im Stadium vier treten fast nur noch Deltawellen auf und so liegt die Hz bei 0,5 bis 2. Dennoch haben all diese Stadien noch nichts mit dem Träumen zu tun. Man spricht hier von einer Non-REM oder NREM.

 

 

Stellt sich nun die Frage: Wann träumen wir? Träume treten in der so genannten REM-Phase auf. Diese tritt nur am Ende eines kompletten Schlafzyklus ein. Das bedeutet, dass man während dem Schlaf alle Phasen von IV oder III aufwärts bis zur Phase I schnell durchläuft. Befindet man sich in der Schlafphase I im aufsteigenden Zyklus, dann kommt es zu den wohl bekannten charakteristischen Bewegungen der Augen. Es ist eine Art Zucken, ein schnelles Rollen. Daher wurde diese Phase auch REM-Schlaf genannt, was ausgesprochen Rapid Eye Movements bedeutet.

 

Während die Augen sich bewegen, versteift sich der gesamte Körper. Keine einzige Bewegung kann nun ausgeführt werden. Puls und Atemfrequenz steigen an. Jetzt befindet man sich in der Traumphase. So träumt man besonders am Morgen am längsten und auch am intensivsten. Daher kann ein Traum auch erst nach einer Schlafdauer von 70 bis 80 Minuten beginnen.

 

Nachdem Sie nun wissen, wann man träumt, sollte erneut auf den Unterschied zwischen Wachbewusstsein und Traumbewusstsein eingegangen werden.

 

Während des Träumens ist man sich dessen bewusst, man hat jedoch keine Distanz zu den Vorstellungen, sprich man lebt gleichsam mit den Vorstellungen. Ganz anders sieht es im Wachbewusstsein aus. Hier gibt es eine Distanz. Man kann sich von den Vorstellungen distanzieren und überlegen, ob diese Vorstellung zutreffend ist oder nicht. Ebenso ist es hier viel einfacher Ideen und Pläne einer besseren Prüfung zu unterziehen. Meist wird hin und her überlegt, ob die Sache richtig ist oder man noch etwas daran verändern müsste.

 

Im Traum hingegen geht das eher selten. Aus diesem Grund sind unsere Vorstellungen im Traum auch phantastischer und oft weit von der Realität entfernt. Daher kann man im Traum fliegen, in der Zeit zurückgehen oder viele andere spektakuläre Dinge erleben. Zwar geht diese rein theoretisch im Wachbewusstsein auch, doch schnell zeigt einem das Abwägen, dass es sich hier um eine falsche Realität handelt und man lässt diesen Gedanken weiter ziehen.

 

Nicht umsonst heißt es immer, vor einer großen Entscheidung, sollte man darüber schlafen. Man kann dann noch einmal alles ohne Emotionen abwägen und eine klarere Entscheidung treffen.